Ubuntu-Desktops-Upgrade von Version 09.10 auf 10.10

Nennen wir es „never touch a runing system“ oder einfach nur Faulheit: Auf meinem Arbeitsplatz-Rechner im Büro lief immer noch eine betagtes Ubuntu Desktop Edition in der Version 09.10.

Eigentlich war ich mit dieser Version auch zufrieden. Nur nervte es schon, wenn ich einen aktuellen Mozilla Thunderbird oder Firefox nutzen wollte, immer selbst etwas basteln musste und keine Pakete aus dem Repository nutzen konnte. Nicht, dass ich das nicht hin und wieder gerne tat, aber irgendwann hatte ich davon genug. Aber trotz bestehender Backups konnte ich nicht zu einer Neuinstallation meines Betriebssystems hinreißen. Ich befürchtete, dass ich aufgrund der vielen individuellen Anpassungen einige Zeit benötigen würde, bis ich meinen Desktop wieder wie früher benutzen konnte. Und im Büro kann und will ich mir solche Ausfälle nur ungern leisten.

Nachdem die derzeit aktuelle Ubuntu Desktop Edition in der Version 10.10 nun mittlerweile auch fast zwei Monate alt ist, sollte sie von den meisten Kinderkrankheiten befreit sein. Also wagte ich das Online-Upgrade-Experiment.

Anmerkung:

Ich möchte jetzt niemanden mit der Beschreibung langweilen, wie ich das Upgrade gestartet habe – also lasse ich es. Falls es dennoch jemanden interessiert, kann er mir gerne ein Kommentar schreiben und ich suche ein paar passende Links heraus.

Schritt 1: Upgrade auf Ubuntu 10.04 LTS

Im Schritt 1 wurde mein System von der Versions-Nummer 09.10 auf die Version 10.04 LTS „angehoben“. Im Gegensatz zu früheren Erfahrungen, verlief das Ganze wenig spektakulär. Denn nach etwas weniger als 120 min musste ich mein System neu starten und hatte – trotz meiner zum Teil recht heftigen Anpassungen am Ubuntu-System – ein lauffähiges System. Meine ersten Tests zeigten auch keinerlei Probleme. Schön 🙂

Durch den schnellen Erfolg beflügelt wagte ich den nächsten Schritt.

Schritt 2: Upgrade auf Ubuntu 10.10

Der Download der benötigten Pakete benötigte weniger Zeit, als im Schritt 1. Wie lange das Installieren der Pakete dauerte, kann ich nicht mehr sagen, da ich durch Telefonate abgelenkt wurde und dadurch einige benötigte Bestätigungen am Bildschirm zu spät bemerkte.

Diese Telefonate hatten aber Konsequenzen:  So kam es, dass ich bei einer Frage nicht richtig aufpasste und dummerweise die falsche Taste drückte. Es handelte sich dabei um die Frage, wo der Bootmanager Grub installiert werden solle …

Nach dem abschließenden Reboot erkannte ich, dass ich den Bootmanager anscheinend nicht unter /dev/sda sondern /dev/sda2 installiert hatte. Dadurch konnte das System erst einmal nicht booten.

Also schnell von der Ubuntu-CD gebootet und den Reparatur-Modus gestartet. Ein

grub-install /dev/sda

löste mein Problem und installierte Grub dahin, wo er hingehörte 🙂

Fazit

Ich bin positiv überrascht. Mit meinen aktuellen Erfahrungen würde ich das Upgrade sofort wieder wählen, wenn ich keine Lust auf nachträgliche Fummelei habe.

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